Wasser sparen

Wasser sparen ist immer wieder ein aktuelles Thema, vor allem bei den immer weiter steigenden Preisen für Wasser und Abwasser. Allzu viel Wasser sparen kann jedoch auch von Nachteil sein. Bei zu langen Stagnationszeiten innerhalb der Hausinstallation können vermehrt Korrosionserscheinungen auftreten und höhere Konzentrationen an Schwermetallionen wie Kupfer, Blei, Zink und Eisen verursachen. Dies betrifft vor allem Rohrleitungen mit zu groß dimensioniertem Rohrdurchmesser. Auch in Häusern, in denen durch Auszug der Kinder die Anzahl der Verbraucher deutlich gesunken ist, gibt es spürbar längere Stagnationszeiten.


Geschirrspülmaschine

Trotzdem ist das Wasser sparen in vielen Fällen sinnvoll. Deshalb sollen in den folgenden Kapiteln die wichtigsten Sparmaßnahmen erörtert werden.

Wasser sparen beim Baden, Duschen, Körperpflege

Wegen des geringeren Wasserverbrauchs sollte man das Duschen einem Wannenbad vorziehen. Für ein Vollbad benötigt man 150 – 180 Liter, für ein Duschbad dagegen nur 30 – 50 Liter. Während des Einseifens ist es sinnvoll, die Dusche abzustellen. Wer beim Zähneputzen einen Zahnputzbecher benutzt, spart ebenfalls Wasser. Generell sollte man auf Wasser sparende Einrichtungen achten.

Wasser sparen bei der Toilettenspülung

Wasser sparende Einrichtungen bringen sehr viel, wenn die Badausstattung erneuert werden soll. Die neuen Spülkastenmodelle sind z. B. mit einer Spartaste ausgerüstet, die eine Unterbrechung des Spülvorgangs ermöglicht. Die Wasserersparnis beträgt ca. 40% des Spülwassers, das entspricht ungefähr 18 Liter pro Person und Tag. Ähnliche Einsparungen lassen sich mit den neuen 6 Liter-WC-Toilettenbecken und Spülkästen erzielen. Es sollte dabei auf das Vorhandensein der Prüfzeichen geachtet werden. Man sollte aber nicht bei seinem „großen Geschäft“ die Spartaste verwenden, denn das könnte zur Verstopfung der Abwasserleitungen führen.

Wichtig ist es auch, die Spülkastendichtungen in regelmäßigen Abständen zu kontrollieren. Hierzu kann nach einer mehrstündigen Benutzungspause ein Blatt Toilettenpapier im WC-Becken in den Bereich des Spülkastenausflusses gelegt werden. Ein feucht werdendes Papier zeigt, dass der Spülkasten undicht ist und repariert werden sollte. Aus defekten Spülkästen können durchaus 20 Liter pro Stunde und mehr auslaufen.

Wasser sparen beim Geschirrspülen und Wäschewaschen

Man sollte immer die volle Geräteauslastung ausnutzen. Dabei spart man Wasser, Strom und Geschirrspülmittel. Beim Kauf eines neuen Haushaltsgerätes ist es empfehlenswert, auf die Angaben in Bezug auf Energie- und Wasserverbrauch zu achten. Für gering verschmutzte Wäsche oder für kleinere Füllmengen reichen in der Regel die Sparprogramme aus. Bei 95 °C-Programmen kann man auf die Vorwäsche verzichten. Auch wird das meiste Geschirr bei niedrigeren Temperaturen sauber.

Nur die wenigsten wissen, dass die klassische Handwaschmethode oft weniger umweltfreundlich ist, als die Geschirrspülmaschine. Für das Spülen von 12 Gedecken benötigt man zum Beispiel von Hand bis zu 50 Liter Wasser und 2,5 kWh Strom, um das Wasser zu erwärmen. Eine gute Geschirrspülmaschine braucht dafür nur etwa 19 Liter Wasser und 1,4 kWh.

Wasser sparen bei der Hausgartenbewässerung

Man sollte seinen Garten nur dann Bewässern, wenn es wirklich nötig ist und dabei die Bedarfsmengen der Pflanzen berücksichtigen. Das Umfeld der Pflanzen wie Betonplatten und Ähnliches braucht nicht gegossen zu werden. Das Gießen der Pflanzen ist am sinnvollsten, wenn es kühl ist, d. h. nicht tagsüber, sondern abends. Wer umweltbewusst denkt, verzichtet auf das Rasensprengen. Ein während der Trockenzeit gelb gewordener Rasen erholt sich meistens wieder. Zur Gartenbewässerung reicht Regenwasser, das in Regentonnen gesammelt wurde. Bei Lebensmittelpflanzen zum direkten Verzehr ist dagegen Trinkwasser besser, da dieses keine Verunreinigungen aufweist und daher auch kein Unbehagen hervorruft.

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